Schwerpunktpraxis für Endodontie

So läuft eine Wurzelkanalbehandlung bei uns ab

Der Erhalt des natürlichen Zahnes steht bei uns im Mittelpunkt. Als Schwerpunktpraxis für Endodontie verbinden wir ein sorgfältiges, strukturiertes Vorgehen mit moderner Vergrößerungs-, Aufbereitungs- und Fülltechnik.

Jede Wurzelkanalbehandlung wird individuell geplant. Abhängig von der Entzündung, der Anatomie des Zahnes und einer möglichen Vorbehandlung kann die Therapie in einer oder mehreren Sitzungen erfolgen.

Unser endodontischer Schwerpunkt

Präzision in den entscheidenden Behandlungsschritten

Wurzelkanäle sind sehr fein, häufig gekrümmt und können zusätzliche Verzweigungen besitzen. Deshalb setzen wir bei der Behandlung auf starke Vergrößerung, ein modernes Feilensystem und einen biokeramischen Wurzelkanalsealer.

OP-Mikroskop mit 20-facher Vergrößerung

Unter dem OP-Mikroskop können wir das Zahninnere stark vergrößert und gezielt ausleuchten. Dadurch lassen sich feine Strukturen, zusätzliche Kanaleingänge und schwer einsehbare Bereiche besser erkennen und kontrolliert behandeln.

Sehen, was mit bloßem Auge kaum erkennbar ist

ProTaper Ultimate™ Feilensystem

Für die maschinelle Aufbereitung verwenden wir das ProTaper-Ultimate-Behandlungskonzept. Die aufeinander abgestimmten Instrumente dienen dazu, unterschiedlich geformte Wurzelkanäle schrittweise und kontrolliert zu erweitern.

Kontrollierte Aufbereitung komplexer Kanalanatomien

EdgeBioCeramic™ Sealer

Zum Verschließen des aufbereiteten Kanalsystems verwenden wir einen vorgemischten biokeramischen Sealer auf Kalziumsilikatbasis. Das Material nutzt die im Dentin vorhandene Feuchtigkeit für seinen Abbindeprozess.

Biokeramische Versiegelung des Kanalsystems
Schritt für Schritt

Der Ablauf Ihrer Behandlung

  1. Diagnostik

    Untersuchung und Behandlungsplanung

    Zunächst untersuchen wir den betroffenen Zahn und das umliegende Gewebe sorgfältig. Dabei prüfen wir unter anderem, wie der Zahn reagiert und ob Hinweise auf eine Entzündung im Bereich der Wurzelspitze vorliegen.

    Röntgenaufnahmen helfen uns, die Form der Zahnwurzeln und die Ausdehnung der Erkrankung einzuschätzen. Auf dieser Grundlage besprechen wir mit Ihnen den individuellen Behandlungsablauf und die Möglichkeiten zum Erhalt des Zahnes.

  2. Vorbereitung

    Betäubung und sichere Abschirmung

    Vor Beginn wird der Behandlungsbereich örtlich betäubt. Die Behandlung soll dadurch für Sie möglichst angenehm und ruhig ablaufen. Wir achten sorgfältig auf eine ausreichend wirksame Schmerzausschaltung.

    Anschließend wird der Zahn mit einem Kofferdam vom Mundraum abgeschirmt. Das elastische Tuch hält den Arbeitsbereich trocken und schützt das geöffnete Kanalsystem vor Speichel und neuen Bakterien.

  3. Mikroskop & Aufbereitung

    Darstellung und Reinigung der Wurzelkanäle

    Über einen kleinen Zugang in der Zahnkrone erreichen wir das erkrankte Zahninnere. Unter dem OP-Mikroskop mit 20-facher Vergrößerung suchen wir die feinen Kanaleingänge und entfernen entzündetes oder abgestorbenes Gewebe.

    Anschließend werden die Wurzelkanäle mit dem ProTaper-Ultimate-Feilensystem schrittweise erweitert und geglättet. Die Arbeitslänge wird kontrolliert, damit das Kanalsystem möglichst vollständig aufbereitet werden kann.

  4. Desinfektion

    Spülung, Desinfektion und Kontrolle

    Während der Aufbereitung werden die Wurzelkanäle wiederholt mit desinfizierenden Lösungen gespült. So lassen sich Bakterien, Gewebereste und Ablagerungen auch aus Bereichen entfernen, die mit Instrumenten nur schwer erreichbar sind.

    Abhängig vom Befund kann eine medikamentöse Einlage sinnvoll sein, bevor der Zahn zunächst provisorisch verschlossen wird. In einer weiteren Sitzung kontrollieren wir, ob Beschwerden und Entzündungszeichen ausreichend abgeklungen sind.

  5. Biokeramische Füllung

    Dichter Verschluss und stabiler Zahnaufbau

    Sind die Kanäle ausreichend gereinigt und desinfiziert, werden sie getrocknet und gefüllt. Dabei verwenden wir den EdgeBioCeramic-Sealer zusammen mit dem vorgesehenen Wurzelfüllmaterial, um das aufbereitete Kanalsystem zu verschließen.

    Anschließend wird der Zugang im Zahn bakteriendicht versorgt. Da wurzelbehandelte Zähne häufig bereits viel Zahnsubstanz verloren haben, kann je nach Befund eine stabilisierende Füllung, Teilkrone oder Krone sinnvoll sein.